Ein griechischer Tempel in einer Kathedrale, eine Altstadt, die eine Insel ist und ein Theater, das aus dem Felsen wächst: Die Sehenswürdigkeiten von Syrakus erzählen von eine Jahrtausende alte Geschichte.
Wenn du Syrakus besuchst, solltest du mindestens einen vollen Tag einplanen. Mit einer Übernachtung bleibt Zeit für Ortigia am Abend und den Archäologiepark am nächsten Morgen.
Hier findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, einen Rundgang und praktische Tipps für deinen Stopp mit dem Mietwagen.
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Syrakus Sehenswürdigkeiten: das Wichtigste auf einen Blick
Zum ersten Mal in Syrakus? Ortigia, der Dom, die Fonte Aretusa und der Archäologische Park Neapolis gehören auf deine Liste. Der Park liegt auf dem Festland und braucht einen eigenen Zeitblock.
Wie lange bleiben? Ein halber Tag reicht für einen ersten Eindruck von Ortigia. Ein voller Tag lässt sich zwischen Neapolis und Altstadt aufteilen. Zwei Nächte sind meine Empfehlung, wenn Syrakus mehr als ein kurzer Zwischenstopp werden soll.
Mein Planungstipp: Kommt ihr erst nach einer längeren Fahrt aus Richtung Agrigent an, nutzt den Nachmittag für Ortigia und besucht Neapolis am nächsten Morgen. Noto würde ich an einem solchen Anreisetag nicht auch noch unterbringen.
Syrakus, Siracusa oder Ortigia? Siracusa ist der italienische Name von Syrakus. Ortigia heißt die vorgelagerte Insel mit der historischen Altstadt – sie ist ein Teil der Stadt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Syrakus
Die ersten sechs Stopps liegen auf Ortigia und lassen sich zu Fuß verbinden. Für Neapolis und das Museo Paolo Orsi verlässt du die Insel.
01. Ortigia: die Altstadt zwischen Gassen und Meer
Ortigia ist die Insel vor Siracusa, auf der sich die Altstadt befindet. Sie ist über einer kleinen Brücke mit dem Festland verbunden. Ortigia ist geprägt von hellen, barocken Palazzi, kleine Handwerksgeschäfte und Piazzas, auf denen man leicht länger sitzen bleibt als geplant.
Für einen ersten Eindruck würden wir durch die Inselmitte nach Süden laufen und über die Uferseite zurückgehen. So erlebst du die engen Straßen genauso wie die offenen Blicke aufs Meer. Die einzelnen Monumente sind dabei gute Orientierungspunkte; die Wege dazwischen gehören genauso zum Besuch.
Gut zu wissen: Plane für Ortigia mindestens drei bis vier Stunden plus Pausen ein. Mit Dom, Burg und einem ausgedehnten Essen wird daraus bequem ein ganzer Tag.
02. Apollontempel und Markt: der Einstieg in Ortigia

Gleich am nördlichen Inselzugang liegen die Ruinen des Apollontempels. Der Bau entstand im frühen 6. Jahrhundert vor Chr. und gehört zu den ältesten steinernen dorischen Tempeln Siziliens.
Der Tempel wurde über die Jahrhunderte mehrfach umgenutzt, unter anderem als Kirche und Moschee. Seine Geschichte zeigt, wie neue Herrscher vorhandene Gebäude weiterverwendeten. Vom Rand der Ausgrabung kannst du die Überreste kostenlos betrachten.
Ein paar Schritte weiter führt die Via Emanuele De Benedictis zum Markt. Zwischen Gemüse, Käse und Fischständen bekommst du einen ganz anderen Eindruck der Stadt als auf der Dompiazza. Geh möglichst vormittags hin; der reguläre Markt findet montags bis samstags statt.
Unser Tipp für eine Essenspause: Am Markt liegt das Caseificio Borderi, bekannt für seine belegten Panini und taglieri. Wenn die Schlange aber lang ist, was oft vorkommt, probier einen der Stände am Markt. Da kannst du nie etwas falsch machen!
03. Piazza Duomo und Kathedrale: ein Tempel hinter der Barockfassade

Die Piazza Duomo gehört zu den Orten, für die du das Tempo herausnehmen solltest. Nach den schmalen Gassen öffnet sich ein weiter, heller Platz. Die Kathedrale wirkt von vorn wie eine barocke Kirche. Ihr spannendstes Detail liegt jedoch in den Seitenwänden.
Dort sind die dorischen Säulen des antiken Athenatempels in das Kirchengebäude eingebunden. Du stehst also in einem Bau, der seinen Zweck über Jahrhunderte verändert hat, ohne seine älteste Struktur ganz zu verlieren. Schau dir die Säulen sowohl von außen als auch im Inneren an: Erst dann wird deutlich, wie der Tempel zur Kirche wurde.
Gut zu wissen
Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. gründeten griechische Siedler zahlreiche Städte in Süditalien und auf Sizilien, darunter Syrakus. Die griechisch geprägten Gebiete Süditaliens wurden als Magna Graecia („Großgriechenland“) bekannt; Sizilien wird häufig zu diesem Kulturraum gezählt. Auf deiner Rundreise begegnet dir dieses Erbe in den Tempeln von Agrigent ebenso wie im griechischen Theater von Syrakus und den antiken Säulen seines Doms.
04. Piazza Archimede: ein Brunnen erzählt die Stadtlegende

Die Piazza Archimede liegt auf dem Weg zwischen Apollontempel und Dom und ist einer der zentralen Plätze in Siracusa. Ihr Name erinnert an den aus Syrakus stammenden Mathematiker Archimedes, der um 287 v. Chr. hier lebte.
In der Mitte steht die Fontana di Diana, deren Figuren die Geschichte von Arethusa und Alpheios aufgreifen.
Nimm dir einen Moment für den Brunnen, bevor du weitergehst. Später an der Fonte Aretusa begegnet dir dieselbe Erzählung noch einmal – dann direkt an einer Quelle. So verbinden sich zwei Stationen des Rundgangs, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben.
05. Fonte Aretusa: Süßwasser direkt neben dem Meer

In der Fonte Aretusa wächst Papyrus, während unmittelbar daneben das Salzwasser des Hafens liegt. Dieser Gegensatz macht die Quelle zu einem der ungewöhnlichsten Orte Ortigias.
Die Sage erzählt, dass die Nymphe Arethusa vor dem Flussgott Alpheios floh und in eine Quelle verwandelt wurde. Alpheios folgte ihr als Wasserlauf. Das ist Mythologie; die Süßwasserquelle selbst ist ganz real.
Unser Tipp: Verbinde den Blick von oben auf die Quelle mit einem Spaziergang am westlichen Ufer.
06. Castello Maniace: die Festung an der Inselspitze

Ganz im Süden von Ortigia steht das Castello Maniace. Friedrich II. ließ die Festung im 13. Jahrhundert errichten; ihr Name erinnert an den byzantinischen Heerführer Georg Maniakes. Schon die Lage erklärt ihre Funktion: Von hier ließ sich die Einfahrt zum Hafen überwachen.
Der Weg zur Burg lohnt sich auch für die Perspektive auf die Insel. Je weiter du nach Süden läufst, desto stärker bestimmt das Meer die Aussicht. Für den Innenbesuch würde ich ungefähr 45 bis 60 Minuten reservieren. Wenn du nur einen halben Tag in Syrakus hast, kannst du dich auf den Spaziergang in Richtung Inselspitze beschränken.
07. Archäologischer Park Neapolis: das antike Syrakus

Der Parco Archeologico della Neapolis liegt auf dem Festland. Wenn du verstehen möchtest, welche Bedeutung Syrakus in der Antike hatte, ist das der wichtigste zweite Teil deines Besuchs. Plane dafür ungefähr zwei bis drei Stunden ein.
Das griechische Theater
Die erhaltenen Sitzreihen sind in den Felsen des Temenite-Hügels geschnitten. Anders als auf Ortigia geht es hier um die Dimensionen der antiken Stadt: um Räume, in denen viele Menschen zusammenkamen. Während der Theatersaison finden bis heute Aufführungen statt. Bühnen- und Sitzaufbauten können den Blick auf die antike Anlage verändern.
Das Ohr des Dionysios und die Steinbrüche
In der Latomia del Paradiso liegt das Orecchio di Dionisio, eine hohe künstliche Felshöhle mit auffälliger Akustik. Die Erzählung, der Tyrann Dionysios habe hier Gefangene belauscht, gehört zu den Legenden des Ortes. Die umliegenden Latomien waren Steinbrüche: Aus ihnen stammt Baumaterial für die Stadt.
Zum Park gehören außerdem das römische Amphitheater und der Altar Hierons II. Welche Bereiche du tatsächlich betreten kannst, hängt vom geöffneten Besucherweg ab.
Unser Tipp: Im Parco Archeologico lohnt sich unbedingt eine geführte Tour, damit du auch besser verstehst, was die einzelnen Ruinen bedeuten.
08. Museo Paolo Orsi: für alle, die genauer hinsehen möchten

Das Archäologische Museum Paolo Orsi liegt ebenfalls auf dem Festland, in der Nähe von Neapolis. Seine Funde aus der Vorgeschichte sowie der griechischen und römischen Zeit geben den großen Ruinen einen konkreteren Alltag: Aus der antiken Stadt werden Menschen, die Dinge herstellten, handelten und ihre Toten bestatteten.
Für eine erste Sizilien Rundreise ist das Museum eine Ergänzung, wenn du dich besonders für Archäologie interessierst. Wir würden dafür ungefähr zwei Stunden vorsehen und es bei einem Aufenthalt mit zwei Nächten einplanen. An einem einzigen Besuchstag haben Ortigia und Neapolis Vorrang.
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Du hast einen ganzen Tag vor Ort? Dann würden wir morgens Neapolis besuchen und den Nachmittag sowie Abend für Ortigia freihalten. Wenn dir aber der Markt auf Ortigia wichtig ist, verschiebe ihn auf den nächsten Morgen oder entscheide dich für einen reinen Ortigia-Tag.
01. Vormittag: zuerst in den Archäologiepark
Starte zur Öffnung des Parks und nimm dir Zeit für das Theater und die zugänglichen Bereiche der Latomien. Anschließend geht es nach Ortigia.
Den Weg dazwischen solltest du als eigenen Transfer betrachten; die Ziele liegen nicht direkt nebeneinander. Wähle je nach Unterkunft und Tagesplan Auto, Bus oder Taxi und rechne Zeit für Parkplatzsuche beziehungsweise Wartezeiten ein.
02. Nachmittag: der Rundgang durch Ortigia
Apollontempel → Corso Matteotti → Piazza Archimede → Via Roma → Piazza Duomo → Fonte Aretusa → Castello Maniace.
Nach dem Apollontempel läufst du über die Piazza Archimede zum Dom. Plane unterwegs eine richtige Mittagspause ein. Danach geht es zur Fonte Aretusa und weiter zur Inselspitze. Wenn die Burg an deinem Besuchstag früh schließt, ändere die Reihenfolge oder lass den Innenbesuch aus. Für Dom und Burg zusammen brauchst du mehr Luft als für einen reinen Spaziergang.
03. Abend: am Wasser zurück
Gehe von der Inselspitze zurück in Richtung Fonte Aretusa und weiter über die westliche Uferpromenade zur Marina. Ein Aperitivo mit Blick auf den Porto Grande ist ein schöner Abschluss, bevor es durch die Altstadt zurück nach Norden geht. Mit Übernachtung musst du danach keine weitere Fahretappe mehr schaffen.
Du hast nur einen halben Tag? Bleib auf Ortigia. Apollontempel, Piazza Archimede, Dom und Fonte Aretusa ergeben eine stimmige Runde. Den Archäologiepark würden wir dafür weglassen.
Syrakus auf deiner Sizilien Rundreise: eine oder zwei Nächte?
Eine Nacht: Am Anreisetag Ortigia erkunden, abends in der Altstadt essen und am nächsten Morgen Neapolis besuchen. Danach kannst du weiterfahren. Das funktioniert besser, als beide Stadtteile noch nach einer langen Anfahrt abhaken zu wollen.
Zwei Nächte: Du hast zusätzlich einen vollen Tag zwischen An- und Abreise. Nutze ihn für Neapolis und bei Interesse das Museo Paolo Orsi. Für den Markt bleibt der Morgen vor der Weiterfahrt. Oder du lässt das Museum aus und nimmst dir mehr Zeit am Meer.
Mit Ausflügen: Wenn Noto, Ragusa oder ein Strandtag dazukommen sollen, würden wir eine weitere Nacht erwägen. Syrakus als feste Basis spart tägliches Ein- und Auspacken, die Ausflugsfahrten bleiben natürlich trotzdem.
Übernachten in Syrakus: Ortigia oder Festland?

Für ein bis zwei Nächte würden wir Ortigia wählen, wenn dir Altstadt und Abendstimmung wichtig sind. Du kannst nach dem Essen zu Fuß zurückgehen. Mit Mietwagen lohnt es sich, schon vor der Buchung die tatsächliche Parksituation zu klären. „Parkplatz in der Nähe“ bedeutet nicht automatisch einen reservierten Stellplatz.
Apollo Suite: Die kleine Unterkunft am Apollontempel ist auch in unserer Rundreise empfohlen. Ihre Lage im Norden Ortigias passt gut, wenn du kurze Wege zur Inselanbindung und in die Altstadt verbinden möchtest.
Maniace Boutique Hotel: Eine Alternative auf Ortigia für alle, die ein kleines Designhotel suchen. Es gehört übrigens auch zu unserer Auswahl kleiner Hotels am Meer auf Sizilien.
Praktische Tipps für deinen Besuch in Siracusa
Anreise: den Besuchstag nicht zu voll planen
Syrakus liegt südlich von Catania und passt gut als Stopp auf einer Route durch den Osten und Südosten Siziliens. Orientiere dich bei der Planung an der Fahrzeit bis zur Unterkunft oder zum Parkplatz, nicht nur bis zur Stadtgrenze. Gerade mit Gepäck und Check-in verschwindet schnell ein weiterer Teil des Nachmittags.
Mit dem Zug suchst du nach dem Bahnhof „Siracusa“. Er liegt auf dem Festland. Prüfe die passende Verbindung und den anschließenden Weg zur Unterkunft für deinen Reisetag. Allgemeine Hinweise zu Anreise, Mietwagen und Planung findest du in unseren Sizilien-Tipps.
Parken in Syrakus und die ZTL auf Ortigia
Für einen Tagesbesuch solltest du einen Parkplatz auf dem Festland nahe der Inselanbindung wählen. Der Molo Sant’Antonio ist ein möglicher Ausgangspunkt: von hier erkundest du Ortigia zu gut Fuß.
Fahre nicht ungeprüft hinter dem Navi in die Altstadt. Große Teile Ortigias sind eine kamerakontrollierte verkehrsbeschränkte Zone, die ZTL. Bei einer Unterkunft innerhalb der Zone klärst du die Anfahrt und eine eventuell nötige Kennzeichenanmeldung direkt mit dem Gastgeber.
Wichtig: Eine Zufahrtsberechtigung für Hotelgäste ist keine Parkerlaubnis. Lass dir deshalb vom Hotel sowohl die erlaubte Route als auch den Stellplatz erklären.
Welche ist die beste Reisezeit für Siracusa?
Für eine Rundreise mit längeren Stadtspaziergängen würden wir Frühling oder frühen Herbst wählen. Im Hochsommer planst du Neapolis möglichst am Morgen und machst mittags eine längere Pause. Ortigia lässt sich dann am späten Nachmittag angenehmer erkunden.
Wenn du eine Aufführung im griechischen Theater sehen möchtest, richte die Reise nach dem konkreten Spielplan aus. Besichtigung und Abendvorstellung sind unterschiedliche Programmpunkte; prüfe die jeweiligen Tickets separat.
Häufige Fragen zu Syrakus Sehenswürdigkeiten
Was muss man in Syrakus unbedingt gesehen haben?
Für den ersten Besuch solltest du Ortigia mit Dom, Apollontempel und Fonte Aretusa sowie den Archäologischen Park Neapolis auswählen. Diese Kombination verbindet die bewohnte Altstadt mit den großen antiken Stätten auf dem Festland.
Reicht ein Tag für Syrakus?
Ein voller Tag reicht für Neapolis am Vormittag und einen Rundgang durch Ortigia am Nachmittag. Du musst dann auswählen, welche Gebäude du zusätzlich von innen besichtigst. Mit zwei Nächten wird der Stopp deutlich entspannter.
Kann man Syrakus zu Fuß erkunden?
Ortigia lässt sich gut zu Fuß erkunden. Für Neapolis und das Museo Paolo Orsi musst du zusätzliche Wege auf dem Festland einplanen. Ein Transfer kann sinnvoll sein, besonders bei Hitze oder wenn deine Zeit knapp ist.
Welche Sehenswürdigkeiten in Syrakus sind kostenlos?
Die Altstadtgassen, Piazza Duomo, Piazza Archimede und die Uferpromenaden kosten keinen Eintritt. Auch den Apollontempel kannst du von außen kostenlos anschauen und von der Promenade auf die Fonte Aretusa blicken. Für einen schönen ersten Eindruck von Ortigia brauchst du daher nicht zwingend ein Besichtigungsticket.
Lohnt sich eine Übernachtung auf einer Sizilien Rundreise?
Ja, vor allem für Ortigia am Abend. Eine Übernachtung macht es außerdem möglich, die Altstadt am Anreisetag und den Archäologiepark am nächsten Morgen zu besuchen. Zwei Nächte würden wir wählen, wenn du einen vollen Tag ohne Weiterfahrt haben möchtest.








