Genua war einst in Italien verschmäht als heruntergekommene Industriestadt. Heute gehört diese Stadt zu den schönsten Orten Liguriens und gehört zu jeder Ligurien Rundreise dazu.
Genua ist eine Stadt zwischen Hafen, prächtigen Palästen und einem der größten historischen Zentren Europas.
Wer sich bewusst durch sie bewegt, entdeckt schnell, wie eng Geschichte, Kultur und Alltag hier miteinander verwoben sind. Diese Auswahl an Genua Highlights hilft dir, die Stadt klar zu strukturieren und ihre wichtigsten Orte gezielt zu erleben.
Karte der Genua Highlights
Damit du dich in Genua besser orientieren kannst, findest du hier alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auf einer Karte.
So lässt sich deine Route durch die Altstadt, entlang des Hafens und bis zu den Aussichtspunkten über der Stadt gezielt planen.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Genua
Hier zeigen wir dir 10 Must See Highlights in Genua. Du kannst sie gut alle innerhalb von ein bis zwei Tagen zu Fuß besichtigen.
Centro Storico di Genova

Die Altstadt von Genua gehört zu den größten zusammenhängenden mittelalterlichen Zentren Europas.
Ein dichtes Netz aus engen Gassen – den sogenannten Caruggi – zieht sich durch das Viertel. Hier verliert man schnell die Orientierung, genau das macht den Reiz aus.
Zwischen kleinen Läden, versteckten Kirchen und einfachen Bars zeigt sich das alltägliche Genua. Die Gebäude stehen dicht beieinander, das Licht fällt nur schmal in die Gassen. Es ist ein klassischer Ort, durch den man sich treiben lässt. Wer Genua verstehen will, beginnt hier.
Kathedrale von San Lorenzo

Mitten in der Altstadt steht die Kathedrale von San Lorenzo. Ihre schwarz-weiß gestreifte Fassade ist eines der bekanntesten Motive der Stadt und typisch für Ligurien.
Im Inneren wechseln sich verschiedene Baustile ab – von romanischen Elementen bis zu barocken Kapellen.
Besonders eindrucksvoll ist die Schatzkammer mit ihren historischen Objekten. Die Kathedrale wirkt nicht überladen, sondern klar strukturiert. Sie gibt einen guten Einstieg in die religiöse und kulturelle Geschichte Genuas.
Porto Antico


Der alte Hafen war über Jahrhunderte das wirtschaftliche Zentrum der Stadt. Heute ist er ein offener, neu gestalteter Bereich und zählt zu den wichtigsten Highlights von Genua. Verantwortlich dafür ist der Architekt Renzo Piano, der den Hafen modernisiert hat.
Hier treffen sich Einheimische und Besucher, es gibt Restaurants, Museen wie das Aquarium oder die Biosphäre und viel Raum für Bewegung, wie der Bigo, der ikonische Panoramaaufzug.
Der Blick aufs Wasser öffnet die Stadt, die in der Altstadt oft eng wirkt. Besonders am Abend entsteht eine ruhige, fast gelassene Atmosphäre.
Aquario di Genova

Das Aquarium von Genua ist das zweitgrößte Europas und gehört zu den bekanntesten Attraktionen der Stadt. Es liegt direkt im Porto Antico und lässt sich gut mit einem Spaziergang am Hafen verbinden.
Die Anlage ist modern gestaltet und zeigt Meereswelten aus verschiedenen Regionen. Auch wenn es stärker touristisch geprägt ist, fügt es sich thematisch gut in die Geschichte Genuas als Seerepublik ein. Wer sich für die Flora und Fauna des Meeres interessiert, findet hier einen verständlichen Zugang.
Zum Ticket für das Aquario di Genova
Via Garibaldi & Musei di Strada Nuova
Die Via Garibaldi ist das Herz der sogenannten Strade Nuove und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Entlang der Straße stehen prachtvolle Paläste, die einst den einflussreichsten Familien der Stadt gehörten.
Einige dieser Gebäude sind heute als Museen zugänglich. In den Musei di Strada Nuova bekommst du Einblick in Kunstsammlungen und historische Räume. Im Vergleich zur Altstadt wirkt dieser Teil geordnet und repräsentativ. Genau dieser Kontrast macht den besonderen Charakter Genuas sichtbar.
Palazzi dei Rolli

Die Palazzi dei Rolli sind ein einzigartiges System von Adelspalästen aus der Zeit der Republik Genua. Statt eigene Gästehäuser zu bauen, verpflichtete die Stadt ihre wohlhabenden Familien, hochrangige Besucher in ihren Palästen unterzubringen.
Dafür wurden offizielle Listen – die „Rolli“ – geführt. Insgesamt umfasste das System einst rund 150 Paläste, von denen heute etwa 40 zum UNESCO-Welterbe gehören. Je nach Rang des Gastes wurde ein passender Palast per Los zugewiesen.
Viele dieser Gebäude liegen entlang der Strade Nuove, vor allem an der Via Garibaldi. Zu den bekanntesten zählen:
- Palazzo Rosso
- Palazzo Bianco
- Palazzo Doria Tursi
- Palazzo Reale
- Palazzo Nicolosio Lomellino
Ein Teil dieser Paläste ist heute zugänglich, viele bleiben privat. Genau das macht ihren Reiz aus: Sie sind bis heute Teil des Stadtbilds und nicht nur historische Kulisse.
Piazza De Ferrari

Die Piazza De Ferrari ist das zentrale Bindeglied zwischen Altstadt und modernerem Genua. Der große Brunnen in der Mitte prägt das Bild des Platzes und gehört zu den bekanntesten Motiven der Stadt.
Rund um die Piazza stehen wichtige Gebäude wie das Opernhaus Teatro Carlo Felice und mehrere historische Palazzi. Von hier aus verzweigen sich die wichtigsten Wege: Richtung Altstadt, hinunter zum Hafen oder zu den Strade Nuove.
Gerade deshalb eignet sich der Platz gut als Ausgangspunkt für deine Erkundung. Vor allem abends lohnt sich ein Bummel hierhin: dann ist die Piazza mit ihrem Brunnen schön bunt beleuchtet.
Übrigens: Der Name der Piazza hat nichts mit dem Autohersteller Ferrari zu tun – der kommt aus Maranello, in der Nähe von Bologna.
Galatea Museo del Mare
Das Galata Museo del Mare ist das größte maritime Museum im Mittelmeerraum. Es widmet sich der Seefahrtsgeschichte – einem zentralen Thema für Genua.
Die Ausstellung ist modern aufgebaut und verbindet historische Inhalte mit interaktiven Elementen. Besonders eindrucksvoll ist das begehbare U-Boot im Hafen. Der Besuch hilft, die Rolle Genuas als Seemacht besser zu verstehen.
Zum Ticket für das Galata Museo del Mare
Spianata di Castelletto


Die Spianata di Castelletto ist einer der besten Aussichtspunkte über Genua. Von hier blickst du auf die Dächer der Altstadt, den Hafen und das Meer.
Du erreichst den Platz zu Fuß oder mit den historischen Aufzug in der Piazza Portello. Zu Fuß ist es zwar anstrengender, aber auch spannender: von der Via Garibaldi geht es über die Salita di San Francesco über schmale Stufen und bunten Häuschen nach oben.
Oben angekommen wird die Struktur der Stadt plötzlich verständlich. Besonders am späten Nachmittag lohnt sich der Besuch, wenn das Licht weicher wird und sich die Farben der Stadt verändern.
Boccadesse

Boccadasse liegt etwas außerhalb des Zentrums und wirkt wie ein kleines Fischerdorf der Cinque Terre, nur innerhalb der Stadt. Bunte Häuser, ein kleiner Strand und das offene Meer prägen das Bild.
Hier ist Genua ruhiger und klarer strukturiert. Viele Genuesen kommen am späten Nachmittag hierher, bleiben bis zum Aperitivo und setzen sich an die Ufermauer. Es ist einer der wenigen Orte, an denen sich die Stadt zum Meer hin öffnet.





