Rom ist eine einzige Konzentration aus Monumenten, Piazzas und Palazzi aus verschiedenen Epochen. Vieles stammt aus der Antike – aber nicht nur.
Rom war über Jahrtausende hinweg ein kulturelles Zentrum in Europa. Es wurde nicht nur zur Zeit des Römischen Reiches prunkvoll gebaut, sondern auch im Mittelalter, Barock und bis heute. Deshalb die Bezeichnung „Ewige Stadt“.
Wer durch Rom geht, bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Epochen.
Diese Rom Sehenswürdigkeiten muss jeder, der Rom besucht, unbedingt gesehen haben.
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Rom Sehenswürdigkeiten zu Fuß: Rundgang mit Karte
Welche Sehenswürdigkeiten lassen sich gut miteinander verbinden? Auf dieser Karte findest du die Rom Sehenswürdigkeiten aus diesem Artikel und drei passende Spaziergänge. So läufst du nicht ständig quer durch die Stadt. Mit Innenbesichtigungen verteilst du die Etappen am besten auf zwei bis drei Tage.
- Antikes Rom & Trastevere: Forum Romanum, Kolosseum und Palatin, danach zum Giardino degli Aranci und zum berühmten Schlüsselloch. Den Abend kannst du in Trastevere ausklingen lassen.
- Vatikanstaat: Vatikanische Museen mit der Sixtinischen Kapelle, anschließend Petersplatz und Petersdom.
Die Kalixtus-Katakomben an der Via Appia sind auch markiert. Plane sie aber als separaten Ausflug mit Bus oder Taxi ein, denn sie liegen außerhalb des Zentrums.
Die Linien zeigen die Fußwege zwischen den Highlights; Besichtigungen und Wartezeiten kommen hinzu.
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Kolosseum: Roms Top Highlight

Das Kolosseum ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Roms und eines der größten Amphitheater der Antike.
Gebaut im 1. Jahrhundert n. Chr., bot es Platz für 50.000 bis 80.000 Zuschauer.
Heute bildet das Kolosseum zusammen mit dem Forum Romanum und dem Palatinhügel den Parco Archeologico del Colosseo. Tickets zur Besichtigung des Kolosseums gelten für den ganzen Park.
Zum Ticket für das Kolosseum (unbedingt weit im Voraus buchen!)
Egal wo man in Rom übernachtet, zum Kolosseum kommt man sehr einfach: es liegt zentral und an der kürzlich neu eröffneten Metro-Station Colosseo. Die ist übrigens eins der neuesten Highlights Roms: während der 13 Jahre Bauarbeiten wurden weitere antike Überreste und Gegenstände gefunden, die jetzt innerhalb der Metro-Station kostenlos zu besichtigen sind.
Forum Romanum: Teil des Parco Archeologico del Colosseo

Direkt neben dem Kolosseum liegt das Forum Romanum, das politische, religiöse und wirtschaftliche Zentrum des antiken Roms.
Überreste von Tempeln, Basiliken und Triumphbögen markieren die Orte, an denen über Jahrhunderte Entscheidungen für das Imperium getroffen wurden.
Ein Rundgang durch das Forum vermittelt ein Gefühl für die enorme zeitliche Tiefe, die Rom bis heute prägt. Mein Tipp: im Sommer unbedingt einen Sonnenhut mitnehmen, denn hier gibt es kaum Schatten!
Pantheon: erst Tempel, dann Kirche

Das Pantheon steht mitten im Centro Storico und zählt zu den besterhaltenen Bauwerken der Antike. Ursprünglich als Tempel errichtet, dient es seit dem Mittelalter als Kirche.
Die gewaltige Kuppel mit ihrer Öffnung, dem Oculus, gilt als architektonisches Meisterwerk.
Der Innenraum wirkt bis heute überraschend klar und ausgewogen und zeigt, wie fortschrittlich römische Baukunst war.
Zum Ticket für das Pantheon mit Schnelleinlass
Trevi-Brunnen: die schönste der Rom Sehenswürdigkeiten am Abend

Der Trevi-Brunnen ist einer der bekanntesten Brunnen Europas. Die barocke Inszenierung mit Figuren, Felsen und Wasser ist Teil eines groß angelegten städtebaulichen Konzepts.
Trotz des hohen Besucheraufkommens bleibt der Brunnen ein wichtiger Orientierungspunkt im Stadtraum und zeigt, wie stark Wasser in Rom historisch inszeniert wurde.
Allerdings muss man seit Februar 2026 ein 2-Euro-Ticket kaufen, um direkt an den Brunnen zu kommen. In die Piazza kommt man gratis, von wo aus man den Brunnen trotzdem sehen kann.
Mein Tipp: der Trevi-Brunnen ist vor allem abends sehr beeindruckend. Je später man da ist, desto ungestörter kann man die magische Atmosphäre aufsaugen.
Vatikanstaat: der kleinste Staat der Welt mitten in Rom

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt und auch das einzige Land was vollständig zum UNESCO Kulturerbe gehört.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Petersdom, der Petersplatz und die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle.
Im Vatikanstaat leben rund 900 Menschen, Geldautomaten können auf Latein eingestellt werden und die Schweizergarde ist seine Militäreinheit.
Gleichzeitig ist es auch das Land mit der höchsten Kriminalitätsrate der Welt: im Vergleich zu seinen 900 Einwohnern finden aufgrund der zehntausenden Touristen, die täglich das Land besuchen, verhältnismäßig viele Taschendiebstähle statt.
Petersdom: die wohl beeindruckendste Kirche der Welt

Der Petersdom gehört mit seinem gewaltigen Fassungsvermögen von bis zu 60.000 Menschen zu den größten Kirchen der Welt.
Zu den berühmtesten Kunstwerken im Inneren zählen Michelangelos Pietà und Berninis gewaltiger Baldachin. Darüber spannt sich die große Kuppel. Schon die Dimensionen des Kirchenraums sind beeindruckend.
Der Eintritt ist kostenlos, ein Ticket braucht man für den Petersdom nicht. Allerdings muss man vor der Sicherheitskontrolle oft lange anstehen.
Wer die Wartezeit verkürzen möchte, kann auf der offiziellen Website eine kostenpflichtige Zeitfenster-Reservierung mit Audioguide für 7 Euro buchen. Damit nutzt man einen separaten Zugang. Ein garantierter Einlass ganz ohne Wartezeit ist das aber nicht: Die Sicherheitskontrolle bleibt für alle verpflichtend. Für den Aufstieg zur Kuppel ist ein zusätzliches Ticket nötig.
Zur Schnelleinlass für den Petersdom
Vatikanische Museen: 1300 Zimmer Kunst und Geschichte

Die Vatikanischen Museen gehören zu den bedeutendsten Museumskomplexen der Welt und liegen innerhalb des Vatikanstaats.
Ihre Sammlungen reichen von antiker Skulptur über Renaissancekunst bis zu frühneuzeitlichen Kartendarstellungen.
Höhepunkt des Rundgangs ist die Sixtinische Kapelle mit den Fresken von Michelangelo. Für den Besuch sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen und die Tickets im Voraus buchen.
Zum Ticket für die Vatikanischen Museen
Trastevere: ausgehen auf römische Art

Trastevere ist eins der ältesten Vierteln Roms und gleichzeitig auch das Ausgehviertel. Der Name bedeutet wörtlich übersetzt „Auf der anderen Seite des Tibers“ und genau so ist es auch: Trastevere liegt gegenüber des centro storico, südlich von Vatikanstadt.
Schmale, mit Efeu bewachsene Gassen, die abends von Lichterketten beleuchtet werden, kleine, belebte Plätze und eine hohe Dichte an Bars und Restaurants prägen das Bild.
Tagsüber wirkt das Viertel ruhig und lokal, abends wird es zu einem der lebendigsten Treffpunkte der Stadt.
Nach Trastevere kommst du vom centro storico am besten mit dem Taxi oder Bus. U-Bahn-Haltestellen gibt es hier nicht.
Piazza Navona: Roms schönster Platz

Die Piazza Navona entstand auf den Grundmauern eines antiken römischen Stadions und behielt dessen Form bis heute.
Barocke Palazzi und Brunnen, allen voran der Vierströmebrunnen von Bernini, prägen den Platz.
Die Piazza ist ein Beispiel dafür, wie Rom antike Strukturen in neue städtebauliche Konzepte integrierte.
Campo de’ Fiori: Roms berühmtester Markt

Der Campo de’ Fiori ist tagsüber Markt für Lebensmittel und Mode, abends Treffpunkt. Anders als viele repräsentative Plätze Roms war er stets ein funktionaler Raum des Alltags.
Der Platz zeigt eine weniger inszenierte Seite der Stadt und ist eng mit dem Leben der umliegenden Viertel verbunden.
Spanische Treppe: warum eigentlich spanisch?

Die Spanische Treppe verbindet die Piazza di Spagna mit der Kirche Trinità dei Monti. Warum eigentlich „Spanische Treppe“?
Weil an diesem Platz sich seit dem 17. Jahrhundert der Sitz der spanischen Botschaft beim Heiligen Stuhl befindet.
Sie wurde im 18. Jahrhundert als repräsentative Verbindung zwischen zwei Stadtebenen errichtet.
Heute ist sie weniger Verkehrsweg als sozialer Raum und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms.
Achtung: seit einigen Jahren ist das Sitzen auf den Treppenstufen streng verboten. Immer wieder werden Touristen zu Geldbußen verdonnert.
Villa Borghese: die grüne Lunge in römischem Stil

Die Villa Borghese ist einer der größten innerstädtischen Parks Roms.
Neben Grünflächen befinden sich hier das Kunstmuseum Galleria Borghese sowie Aussichtspunkte über die Stadt und ein See mit Paddelbooten.
Der Park bietet einen bewussten Kontrast zur dichten Bebauung des Zentrums und dient als Rückzugsort im Stadtraum.
Roms Katakomben
Die öffentlich zugänglichen Katakomben von Rom liegen größtenteils außerhalb des Stadtzentrums entlang der historischen Straße Via Appia.
Zu den bekanntesten Katakomben Roms zählen die Kalixtus-Katakomben.
Zum Ticket für die Kalixtus-Katakomben
Sie entstanden zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert und dienten als unterirdische Begräbnisstätten der frühen christlichen Gemeinden. Weit verzweigte Gänge, Grabnischen und Fresken geben Einblick in religiöse Praktiken und Vorstellungen der Spätantike.
Hinweis: in den Katakomben Roms gibt es keine Gebeine zu sehen. Wer die sehen möchte, ähnlich wie in den Kapuziner-Katakomben in Palermo, sollte in die Kapuzinergruft unter der Kirche Santa Maria della Concezione dei Cappuccini.
Zum Kombi-Ticket Kalixtus-Katakomben + Kapuzinergruft inkl. Transfer
Psst! In Neapel gibt es auch Katakomben und wir finden die noch beeindruckender: unser Beitrag über die Katakomben von Neapel.
Giardino degli Aranci – Ausblick unter Orangenbäumen

Der Giardino degli Aranci liegt auf dem Aventin-Hügel und gehört zu den ruhigeren Aussichtspunkten Roms.
Der kleine Park ist von Orangenbäumen gesäumt und bietet einen freien Blick über die Sehenswürdigkeiten Roms bis hin zur Kuppel des Petersdoms.
Der Park eignet sich besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht die Stadt in weiche Konturen taucht.
Roms berühmtestes Schlüsselloch

Nur wenige Schritte vom Giardino degli Aranci entfernt liegt die Piazza dei Cavalieri di Malta.
Das unscheinbare Tor des Malteserordens verbirgt eines der ungewöhnlichsten Motive der Stadt: Durch das berühmte Schlüsselloch ist die Kuppel des Petersdoms exakt gerahmt sichtbar.
Der Blick durch das Schlüsselloch verbindet symbolisch drei Staaten – den Malteserorden, Italien und den Vatikan – und zeigt, wie stark Rom von historischen Machtverhältnissen und räumlichen Inszenierungen geprägt ist.










