Die Toskana ist weniger eine Sammlung einzelner Highlights als ein
Gesamtkunstwerk aus Landschaft, Städten, Geschichte und Lebensart.
Zwischen Renaissance und Romanik, Weinbergen und Zypressen, Küstenorten und mittelalterlichen Dörfern entfaltet sich eine Region, die sich ideal langsam erschließt.
Diese Auswahl bündelt die wichtigsten Toskana Highlights – mit einem klaren Fokus auf kulturelle Tiefe und landschaftliche Vielfalt.
Florenz – wo Europa neu zu denken begann



Die öffentliche Rooftop Bar auf dem Dach des Grand Hotel Baglioni
Florenz ist die Hauptstadt der Toskana und untrennbar mit der europäischen Kulturgeschichte verbunden. In Florenz hat das Europa das 14. Jahrhunderts aus den dunklen Jahrhunderten des Mittelalters herausgefunden: daher die Bezeichnung Wiege der Renaissance („Wiedergeburt“).
Florentiner Sehenswürdigkeiten wie Dom Santa Maria del Fiore mit seiner monumentalen Kuppel (Kuppel-Ticket hier), die Uffizien (Ticket hier), der Palazzo Vecchio und die Ponte Vecchio stehen für eine Stadt, die Kunst und Macht über Jahrhunderte vereinte.
Wer Florenz besucht, sollte Zeit einplanen – nicht nur für Museen, sondern auch für Viertel abseits der Hauptachsen wie Oltrarno.
Val d’Orcia – das ikonische Landschaftsbild der Toskana


Sanfte Hügel, Zypressenalleen, Jahrhunderte alte Weingüter: Das Val d’Orcia verkörpert das Idealbild der Toskana und darf bei einer Toskana Rundreise auf keinen Fall fehlen.
Orte wie Pienza, Montalcino oder San Quirico d’Orcia verbinden Architektur der Renaissance mit einer außergewöhnlich harmonischen Kulturlandschaft.
Nicht zufällig gehört das Tal im Süden der Toskana zum UNESCO-Welterbe.
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Siena – mittelalterliche Rivalin von Florenz


Siena wirkt geschlossener und dunkler als Florenz – nicht zuletzt wegen der Gassen, die so schmal sind, dass sie immer im Schatten zu sein scheinen.
Das Herz der Stadt ist die muschelförmige Piazza del Campo, Schauplatz des berühmten Palio di Siena – das jahrhundertealte, nicht unumstrittene Pferderennen, was jeden Juli und August hier stattfindet.
Der gotische Dom, der zu den schönsten Kathedralen Italiens zählt (Tickets hier) und das dichte Gassennetz vermitteln ein authentisches Bild einer Stadtrepublik, die sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.
Pisa – mehr als nur der Schiefe Turm

Der Schiefe Turm ist weltberühmt, doch der gesamte Komplex der Piazza dei Miracoli verdient Aufmerksamkeit: Dom, Baptisterium und Camposanto zählen zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Italiens.
Abseits davon zeigt sich Pisa als lebendige Universitätsstadt mit überraschend wenig touristischer Inszenierung.
Übrigens: Pisa ist nur ein Steinwurf vom Meer entfernt. In Marina di Pisa kann man gut einen Tag in einem der unzähligen Lidos verbringen.
San Gimignano – die Stadt der Türme

San Gimignano ist eines der am besten erhaltenen Beispiele einer mittelalterlichen Stadt in der Toskana.
Die 14 erhaltenen Geschlechtertürme (im Mittelalter waren es unglaubliche 74), von denen noch die Torre del Podestà erklimmbar ist, zeugen vom Reichtum und Konkurrenzdenken vergangener Jahrhunderte.
San Gimignano gehört zwar zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Toskana, aber trotz der vieler Touristen gehört der Besuch einfach dazu.
Unser Tipp: Wenn man erst am Spätnachmittag nach San Gimignano kommst, sind die meisten Touristenbusse schon abgereist. Für die Besichtigung braucht man sowieso nur ein paar Stunden.
Chianti – Weinberge zwischen Florenz und Siena

Das Chianti ist weniger ein klar abgegrenztes Gebiet als eine historisch gewachsene Landschaft zwischen Florenz und Siena.
Seit dem Mittelalter prägen Weinbau, Olivenhaine, Kastanienwälder und kleine Siedlungen die Landschaft.
Viele Orte – darunter Greve, Radda, Castellina oder Gaiole – waren einst strategisch wichtige Punkte im Machtgefüge zwischen Florenz und Siena. Noch heute zeugen Burgen, befestigte Dörfer und alte Handelswege von dieser Vergangenheit.
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Lucca – eine Stadt im eigenen Rhythmus

Lucca wirkt wie eine Stadt, die sich bewusst dem Tempo ihrer berühmteren Nachbarn entzieht. Hinter der mächtigen, 4 Kilometer langen Stadtmauer entfaltet sich ein ruhiges Gefüge aus romanischen Kirchen, kleinen Plätzen und einem mittelalterlichen Turm, auf dem oben Eichen wachsen.
Statt großer Gesten prägen Alltagsszenen das Bild: Fahrräder auf Kopfsteinpflaster, schattige Cafés, Märkte zwischen jahrhundertealten Fassaden.
Gerade diese Zurückhaltung macht Lucca besonders und zum perfekten Tagesausflug aus Florenz.
Die Toskana abseits der Klassiker
Wer tiefer eintauchen möchte oder mehr Zeit hat, findet in der Maremma, in Orten wie Pitigliano, Sovana oder Massa Marittima, eine archaischere, weniger bekannte Toskana.
Auch die südliche Küste mit Elba oder die Berglandschaft Garfagnana nördlich von Lucca erweitern den Blick auf eine Region, die noch viel mehr ist als Hügel, Weinberge und Zypressen.



