Die Insel Elba gehört zur Toskana und zählt zu den abwechslungsreichsten Landschaften im Mittelmeer. Auf vergleichsweise kleiner Fläche treffen steile Granitberge, kleine Hafenorte und Buchten mit glasklarem Wasser aufeinander.
Viele kennen Elba vor allem wegen Napoleon, der hier 1814 ins Exil geschickt wurde. Doch die Insel bietet weit mehr als diese kurze Episode ihrer Geschichte.
Die Insel Elba gehört zum Parco Nazionale dell’Arcipelago Toscano, einem der größten Meeresnationalparks im Mittelmeer. Große Teile der Insel und der Gewässer stehen unter Schutz, wodurch viele Landschaften bis heute wunderbar ursprünglich geblieben sind.
Die folgenden Orte zeigen, was Elba besonders macht – von historischen Städten bis zu Aussichtspunkten und Landschaften, die sich am besten auf kleinen Küstenstraßen entdecken lassen.
Wo liegt die Insel Elba?
Elba liegt etwa 10 Kilometer vor der Küste der Toskana. Die Insel kann innerhalb einer Stunde mit der Fähre aus Piombino erreicht werden.
Elba ist nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel Italiens – und trotzdem recht klein. Man kann sie gut mit dem Auto innerhalb eines Tages komplett umrunden.

Was man über Elba vorher wissen sollte
Elba hat einige der schönsten Strände Italiens. Ein Großteil der Küste ist aber felsig mit vereinzelten Buchten, die sich im Sommer sehr schnell füllen. Parkplätze findet man dann nur, wenn man früh morgens kommt und alle sind kostenpflichtig.
Wer Elba in Ruhe genießen und gleichzeitig auch Badeurlaub machen will, sollte im Juni oder September kommen, wenn die meisten Italiener keinen Urlaub haben. Ein Großteil der Urlauber auf Elba sind nämlich Italiener vom Festland, die im traditionell im August Urlaub machen.
Das sind die schönsten Elba Highlights
Portoferraio: die größte Stadt der Insel


Portoferraio ist die größte Stadt der Insel Elba und der Ort, an dem die meisten Besucher ankommen. Die Stadt liegt in einer natürlichen Bucht, über der sich die Häuser amphitheaterartig an den Hang schmiegen. Schon vom Hafen aus sieht man die mächtigen Festungen, die im 16. Jahrhundert von den Medici errichtet wurden, um die strategisch wichtige Hafenstadt zu schützen.
Die Altstadt besteht aus engen Gassen, Treppen und kleinen Plätzen, die sich den Hügel hinaufziehen. Bekannt ist Portoferraio auch wegen Napoleon Bonaparte, der während seines Exils auf Elba hier residierte. Noch heute kann man seine ehemalige Stadtresidenz besichtigen.
Monte Capanne: kilometerweite Ausblicke

Der Monte Capanne ist mit 1.019 Metern der höchste Berg der Insel und gleichzeitig einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte des toskanischen Archipels. Von seinem Gipfel aus reicht der Blick über große Teile der Insel und bei klarer Sicht bis zu den Nachbarinseln des Archipels.
Besonders ungewöhnlich ist der Weg nach oben: Vom Dorf Marciana fährt eine kleine Seilbahn zum Gipfel. Die offenen Kabinen, die jeweils zwei Personen aufnehmen, bewegen sich langsam den Berg hinauf und eröffnen während der Fahrt immer wieder weite Blicke über die Landschaft.
Capoliveri: hier pulsiert die Movida von Elba
Capoliveri liegt auf einem Hügel im Südosten der Insel und gehört zu den charakteristischsten Orten auf Elba. Die Altstadt ist ein Labyrinth aus schmalen Gassen, kleinen Treppen und Bögen, das sich rund um mehrere Plätze entwickelt hat.
Von den Aussichtspunkten oberhalb des Ortes eröffnet sich ein weiter Blick über die Südküste und die umliegenden Buchten. Besonders am Abend wirkt Capoliveri sehr lebendig: Restaurants und Bars öffnen ihre Terrassen, und auf den kleinen Plätzen treffen sich im Sommer Einheimische und Besucher bis tief in die Nacht hinein.
Spiaggia di Sansone: Elbas schönster Strand

Die Spiaggia di Sansone zählt zu den eindrucksvollsten Stränden der Insel. Statt Sand besteht der Strand aus hellen Kieselsteinen, die zusammen mit dem klaren Wasser eine fast leuchtende Farbe erzeugen.
Der Strand liegt an der Nordküste westlich von Portoferraio und ist über einen kurzen Fußweg erreichbar. Besonders an ruhigen Tagen ist das Wasser außergewöhnlich transparent, weshalb Sansone auch als einer der besten Orte der Insel zum Schnorcheln gilt.
Marciana Alta: Ausgangspunkt zum Wandern

Marciana Alta gehört zu den ältesten Orten der Insel Elba und liegt an den Hängen des Monte Capanne. Das kleine Dorf wirkt deutlich ruhiger als viele Küstenorte und vermittelt einen Eindruck davon, wie das Leben auf der Insel früher aussah.
Enge Gassen, steinerne Häuser und kleine Plätze prägen das Bild. Über dem Ort steht die mittelalterliche Festung Fortezza Pisana, von der sich ein weiter Blick über die Nordküste der Insel eröffnet. Marciana ist außerdem ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Bergen rund um den Monte Capanne.
Castello del Volterraio: spektakuläre Burgruine

Das Castello del Volterraio gehört zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Insel. Die Festung liegt auf einem steilen Hügel oberhalb der Küste und ist schon von weitem sichtbar.
Die Burg stammt aus dem Mittelalter und diente vor allem als Schutz vor Piratenangriffen. Heute führt ein Wanderweg hinauf zur Festung. Von oben öffnet sich ein Panorama über Portoferraio, die umliegenden Hügel und das Meer.
Spiaggia di Fetovaia: einer der schönsten Strände für Familien
Die Spiaggia di Fetovaia gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel. Die lange Bucht liegt im Südwesten Elbas und wird von grünen Hügeln geschützt. Dadurch ist das Wasser hier oft besonders ruhig und ideal für Familien mit kleinen Kindern.
Der Strand besteht aus hellem Sand und fällt flach ins Meer ab. Gerade an windstillen Tagen wirkt das Wasser hier fast türkisfarben – ein Grund, warum Fetovaia zu den beliebtesten Badeplätzen der Insel zählt.
Sant’Andrea: ideal für Taucher
Sant’Andrea liegt an der Nordwestküste der Insel und gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Küstenorten Elbas. Statt eines klassischen Sandstrandes prägen hier helle Granitfelsen und kleine Badebuchten die Küste.
Zwischen den Felsen haben sich natürliche Becken gebildet, in denen man baden kann. Besonders an ruhigen Tagen wirkt das Wasser hier sehr klar.
Porto Azzurro: bunter Hafenort im Osten

Porto Azzurro liegt an der Ostküste der Insel und gehört zu den beliebtesten Hafenorten auf Elba. Mittelpunkt des Ortes ist die große Piazza Matteotti direkt am Wasser, die von Cafés und Restaurants umgeben ist.
Rund um den Hafen liegen kleine Gassen mit Geschäften und Bars. Besonders am Abend wird der Platz zum Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Oberhalb des Ortes liegt außerdem die Festung Forte Longone, die heute noch an die strategische Bedeutung des Hafens erinnert.
Spiaggia di Cavoli: Traumstrand an der Südküste
Die Spiaggia di Cavoli gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel und liegt im Süden von Elba. Die geschützte Bucht sorgt dafür, dass das Wasser hier oft besonders ruhig und warm ist.
Der Strand besteht aus feinem Sand und wird von Felsen eingerahmt. Dadurch entsteht eine sehr mediterrane Atmosphäre, die Cavoli zu einem der beliebtesten Badeplätze der Insel macht.
Marina di Campo: längster Sandstrand der Insel

Marina di Campo ist einer der größten Badeorte der Insel und liegt an einer langen Sandbucht im Süden Elbas. Die Promenade mit Restaurants und Cafés verleiht dem Ort eine entspannte Ferienatmosphäre.
Der breite Strand fällt flach ins Meer ab und eignet sich deshalb besonders gut zum Baden. Gleichzeitig ist Marina di Campo ein guter Ausgangspunkt, um den Süden der Insel zu erkunden.
Wo übernachten auf Elba?

Das Hotel Riva del Sole liegt nur wenige Schritte vom Strand von Marina di Campo entfernt
Die Insel Elba ist zwar nicht sehr groß, doch die verschiedenen Orte haben unterschiedliche Atmosphären. Je nachdem, welche Art von Aufenthalt man sucht, eignen sich einige Orte besonders gut als Ausgangspunkt.
Unsere Tipps sind folgende drei Orte:
Capoliveri: an der Südküste mit vielen Trattorias, Nachtleben und kleinen Läden. Sehr beliebt, daher sollte man früh buchen. Unser Hoteltipp: Hotel Antares
Marina di Campo: klassischer Badeort mit langer, flacher Sandbucht. Super für Familien. Unser Hoteltipp: Hotel Riva del Sole
Sant’Andrea: ruhig und abseits des sommerlichen Rummels an der Nordküste. Unterkünfte sind hier etwas günstiger. Unser Hoteltipp: Boutique Hotel Ilio
Lies auch unsere ausführlichen Elba Hoteltipps
Wie kommt man auf die Insel Elba?
Die meisten Besucher erreichen die Insel Elba mit der Fähre vom Hafen von Piombino. Die Überfahrt nach Portoferraio dauert etwa eine Stunde und wird von mehreren Fährgesellschaften angeboten.
Neben Portoferraio fahren einige Fähren auch die Häfen von Porto Azzurro und Rio Marina an. Viele Reisende nehmen ihr Auto mit auf die Insel, da sich Elba am besten mit dem eigenen Fahrzeug erkunden lässt.
Es gibt auch einen kleinen Flughafen auf Elba, der aber nur vom italienischen Festland angesteuert wird, zum Beispiel aus Florenz.

Wann ist die beste Reisezeit für Elba?
Die Insel eignet sich besonders gut für Reisen zwischen Mai und Oktober. Ab Mitte Juli und im August sind die kleinen Strände allerdings am vollsten.
Wer es ruhiger mag, reist besser im späten Frühling oder im frühen Herbst. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm, und viele Orte der Insel wirken deutlich entspannter als im Hochsommer. Auch zum Wandern ist das die schönste Zeit auf Elba.
Wie bewegt man sich auf Elba fort?
Die Insel ist zwar nicht groß, doch die Landschaft ist sehr hügelig. Viele Orte liegen an steilen Küsten oder auf Hügeln im Inselinneren.
Am einfachsten lässt sich Elba deshalb mit dem Mietauto oder Roller erkunden. So erreicht man auch kleinere Buchten, Aussichtspunkte und Bergdörfer, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwerer zugänglich sind.



