Viele Reisende fragen sich vor ihrer ersten Reise: Ist Neapel gefährlich?
Der Ruf der Stadt wird häufig von Berichten über Kriminalität und die Camorra geprägt und es gab eine Zeit, in der Neapel tatsächlich nicht sicher war.
Seit einigen Jahren boomt aber der Tourismus und Besucher erleben Neapel ganz anders als ihren Ruf.
Die Stadt ist zwar lebendig, laut und chaotisch, aber sie gehört zu den meist besuchten Reisezielen Italiens. Millionen Touristen kommen jedes Jahr hierher, ohne Probleme zu haben.
Wie in jeder großen Stadt gibt es jedoch Situationen, in denen man etwas aufmerksamer sein sollte.
Ist Neapel für Touristen gefährlich?

Für Besucher gilt Neapel grundsätzlich als relativ sichere Stadt, wenn man sich normal umsichtig verhält. Die meisten Vorfälle betreffen Taschendiebstahl – ein Problem, das auch in Städten wie Rom, Barcelona oder Paris vorkommt.
Lasst euch auch nicht von heruntergekommen wirkenden Gassen der Altstadt verunsichern – wir sind mehrfach hier herumgeschlendert und es ist völlig harmlos.
Wer auf seine Wertsachen achtet und belebte Gegenden nicht völlig unaufmerksam durchquert, wird keine Schwierigkeiten haben.
Wo man in Neapel aufpassen sollte
Einige Situationen erfordern etwas mehr Aufmerksamkeit:
- rund um den Hauptbahnhof Napoli Centrale
- in sehr vollen Straßen der Altstadt
- in überfüllten Bussen oder Metros
Hier kommt es gelegentlich zu Taschendiebstählen. Überfälle oder ähnliche Gewalttaten kommen eher nicht vor.
Welche Viertel Neapels für Besucher sicher sind

Die meisten Reisenden halten sich in Vierteln auf, die gut besucht und lebendig sind. Das sind zum Beispiel:
- das historische Zentrum, inklusive Spanisches Viertel (wo sich die meisten Sehenswürdigkeiten Neapels befinden)
- die Uferpromenade entlang des Golfs
- das Viertel Chiaia
- das Viertel Sanità (auch wenn es nicht so wirkt. Hier befinden sich die Katakomben von Neapel)
- das Viertel Vomero
In diesen Gegenden sind tagsüber und abends viele Touristen und Einheimische unterwegs und es ist genauso sicher wie in anderen europäischen Großstädten auch.
Die Rolle der Camorra
Wenn über Neapel gesprochen wird, fällt häufig auch der Begriff Camorra. Dabei handelt es sich um eine Form der italienischen Mafia, die historisch in der Region Kampanien verwurzelt ist.
Die Camorra entstand bereits im 19. Jahrhundert und ist bis heute Teil der sozialen und politischen Geschichte der Region. Ihre Aktivitäten betreffen vor allem illegale Geschäfte innerhalb bestimmter krimineller Strukturen.
Für Touristen spielt die Camorra im Alltag keine Rolle. Touristen kommen mit diesen Strukturen normalerweise nicht in Berührung, da sich ihre Aktivitäten nicht gegen Reisende richten.
Der Ruf Neapels wird dennoch oft stark mit der Camorra verbunden. Viele Reisende sind deshalb überrascht, wie normal und lebendig der Alltag in Neapel tatsächlich wirkt.



