Rom ist weniger eine Stadt als eine Abfolge von Zeiten, die sich im Stadtraum überlagern.
Antike Tempel wurden zu Kirchen, Paläste über frühere Ruinen gebaut, Plätze auf alten Arenen angelegt.
Wer durch Rom geht, bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Epochen.
Die folgenden Rom Highlights markieren jene Orte, an denen diese zeitliche Tiefe besonders sichtbar wird – nicht als Museum, sondern als Teil des heutigen Stadtlebens.
Kolosseum: Roms Top Highlight


Das Kolosseum ist das bekannteste Bauwerk Roms und eines der größten Amphitheater der Antike.
Errichtet im 1. Jahrhundert n. Chr., bot es Platz für zehntausende Zuschauer.
Egal wo man in Rom übernachtet, zum Kolosseum kommt man sehr einfach: es liegt zentral und an der kürzlich neu eröffneten Metro-Station Colosseo.
Die ist übrigens eins der neuesten Highlights Roms: während der 13 Jahre Bauarbeiten wurden weitere antike Überreste und Gegenstände gefunden, die jetzt innerhalb der Metro-Station zu besichtigen sind.
Heute steht das Kolosseum als Symbol für das antike Rom und bildet zusammen mit dem Forum Romanum und dem Palatinhügel den Parco Archeologico del Colosseo. Tickets zur Besichtigung des Kolosseums gelten für den ganzen Park.
Forum Romanum: Teil des Parco Archeologico del Colosseo

Direkt neben dem Kolosseum liegt das Forum Romanum, das politische, religiöse und wirtschaftliche Zentrum des antiken Roms.
Tempel, Basiliken und Triumphbögen markieren die Orte, an denen über Jahrhunderte Entscheidungen getroffen wurden.
Ein Rundgang durch das Forum vermittelt ein Gefühl für die enorme zeitliche Tiefe, die Rom bis heute prägt.
Pantheon: erst Tempel, dann Kirche


Das Pantheon zählt zu den besterhaltenen Bauwerken der Antike. Ursprünglich als Tempel errichtet, dient es seit dem Mittelalter als Kirche.
Die gewaltige Kuppel mit ihrer offenen Öffnung, dem Oculus, gilt als architektonisches Meisterwerk.
Der Innenraum wirkt bis heute überraschend klar und ausgewogen und zeigt, wie fortschrittlich römische Baukunst war.
Zum Ticket für das Pantheon mit Schnelleinlass
Trevi-Brunnen: ein Must See am Abend

Der Trevi-Brunnen ist einer der bekanntesten Brunnen Europas. Die barocke Inszenierung mit Figuren, Felsen und Wasser ist Teil eines groß angelegten städtebaulichen Konzepts.
Trotz des hohen Besucheraufkommens bleibt der Brunnen ein wichtiger Orientierungspunkt im Stadtraum und zeigt, wie stark Wasser in Rom historisch inszeniert wurde.
Allerdings muss man seit Februar 2026 ein 2-Euro-Ticket kaufen, um direkt an den Brunnen zu kommen. In die Piazza kommt man gratis, von wo aus man den Brunnen trotzdem sehen kann.
Unser Tipp: der Trevi-Brunnen ist vor allem abends sehr beeindruckend. Je später man da ist, desto ungestörter kann man die magische Atmosphäre aufsaugen.
Vatikan: ein eigener Staat mitten in Rom

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt und zugleich das der bedeutendste religiöse Zentrum des Christentums.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen der Petersdom, der Petersplatz und die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle.
Der Vatikan verdeutlicht die jahrhundertelange Rolle Roms als Zentrum kirchlicher Macht und kultureller Patronage.
Vatikanische Museen: 1300 Zimmer Kunst und Geschichte


Die Vatikanischen Museen gehören zu den bedeutendsten Museumskomplexen der Welt und liegen innerhalb des Vatikanstaats.
Ihre Sammlungen reichen von antiker Skulptur über Renaissancekunst bis zu frühneuzeitlichen Kartendarstellungen.
Höhepunkt des Rundgangs ist die Sixtinische Kapelle mit den Fresken von Michelangelo. Für den Besuch sollte man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen.
Zum Ticket für die Vatikanischen Museen
Trastevere: ausgehen auf römisch

Trastevere ist eins der ältesten Vierteln Roms und gleichzeitig auch das Ausgehviertel.
Schmale, mit Efeu bewachsene Gassen, die abends von Lichterketten beleuchtet werden, kleine, belebte Plätze und eine hohe Dichte an Bars und Restaurants prägen das Bild.
Tagsüber wirkt das Viertel ruhig und lokal, abends wird es zu einem der lebendigsten Treffpunkte der Stadt.
Piazza Navona: Roms schönster Platz

Die Piazza Navona entstand auf den Grundmauern eines antiken römischen Stadions und behielt dessen Form bis heute.
Barocke Palazzi und Brunnen, allen voran der Vierströmebrunnen von Bernini, prägen den Platz.
Die Piazza ist ein Beispiel dafür, wie Rom antike Strukturen in neue städtebauliche Konzepte integrierte.
Campo de’ Fiori: Roms berühmtester Markt

Der Campo de’ Fiori ist tagsüber Markt für Lebensmittel und Mode, abends Treffpunkt. Anders als viele repräsentative Plätze Roms war er stets ein funktionaler Raum des Alltags.
Der Platz zeigt eine weniger inszenierte Seite der Stadt und ist eng mit dem Leben der umliegenden Viertel verbunden.
Spanische Treppe: warum eigentlich spanisch?

Die Spanische Treppe verbindet die Piazza di Spagna mit der Kirche Trinità dei Monti. Warum eigentlich „Spanische Treppe“?
Weil an diesem Platz sich seit dem 17. Jahrhundert der Sitz der spanischen Botschaft beim Heiligen Stuhl befindet.
Sie wurde im 18. Jahrhundert als repräsentative Verbindung zwischen zwei Stadtebenen errichtet.
Heute ist sie weniger Verkehrsweg als sozialer Raum und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms.
Achtung: seit einigen Jahren ist das Sitzen auf den Treppenstufen streng verboten. Immer wieder werden Touristen zu Geldbußen verdonnert.
Villa Borghese: die grüne Lunge in römischem Stil

Die Villa Borghese ist einer der größten innerstädtischen Parks Roms.
Neben Grünflächen befinden sich hier das Kunstmuseum Galleria Borghese sowie Aussichtspunkte über die Stadt und ein See mit Paddelbooten.
Der Park bietet einen bewussten Kontrast zur dichten Bebauung des Zentrums und dient als Rückzugsort im Stadtraum.
Roms Katakomben
Die öffentlich zugänglichen Katakomben von Rom liegen größtenteils außerhalb des Stadtzentrums entlang der historischen Straße Via Appia.
Zu den bekanntesten Katakomben Roms zählen die Kalixtus-Katakomben.
Zum Ticket für die Kalixtus-Katakomben
Sie entstanden zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert und dienten als unterirdische Begräbnisstätten der frühen christlichen Gemeinden. Weit verzweigte Gänge, Grabnischen und Fresken geben Einblick in religiöse Praktiken und Vorstellungen der Spätantike.
Hinweis: in den Katakomben Roms gibt es keine Gebeine zu sehen. Wer die sehen möchte, ähnlich wie in den Kapuziner-Katakomben in Palermo, sollte in die Kapuzinergruft unter der Kirche Santa Maria della Concezione dei Cappuccini.
Zum Kombi-Ticket Kalixtus-Katakomben + Kapuzinergruft inkl. Transfer
Giardino degli Aranci – Ausblick unter Orangenbäumen

Der Giardino degli Aranci liegt auf dem Aventin-Hügel und gehört zu den ruhigeren Aussichtspunkten Roms.
Der kleine Park ist von Orangenbäumen gesäumt und bietet einen freien Blick über die Sehenswürdigkeiten Roms bis hin zur Kuppel des Petersdoms.
Der Park eignet sich besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht die Stadt in weiche Konturen taucht.
Roms berühmtestes Schlüsselloch

Nur wenige Schritte vom Giardino degli Aranci entfernt liegt die Piazza dei Cavalieri di Malta.
Das unscheinbare Tor des Malteserordens verbirgt eines der ungewöhnlichsten Motive der Stadt: Durch das berühmte Schlüsselloch ist die Kuppel des Petersdoms exakt gerahmt sichtbar.
Der Blick durch das Schlüsselloch verbindet symbolisch drei Staaten – den Malteserorden, Italien und den Vatikan – und zeigt, wie stark Rom von historischen Machtverhältnissen und räumlichen Inszenierungen geprägt ist.


