Die schönsten Highlights in Florenz

14 Florenz Sehenswüdigkeiten - von Einheimischen empfohlen

Florenz ist ein Name, der sofort Bilder von Domkuppel, dem David von Michelangelo und Uffizien hervorruft.

Doch wer, wie unsere Gründerin, Florenz schon seit Kindesbeinen kennt, weiß, dass sich hinter den Menschenmassen, oft stille Gassen und unbemerkte Details verbergen.

Genau dort entfaltet sich die eigentliche Magie der Florenz Sehenswürdigkeiten.

Das sind die schönsten Highlights in Florenz – empfohlen von einer Einheimischen.

Lies auch unseren Florenz Untold Mini Guide – perfekt für einen Tagestrip nach Florenz.

Kathedrale Santa Maria del Fiore – wo die Renaissance nach den Sternen greift

Blick auf die Kuppel des Doms von Florenz vom Campanile di Giotto

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore ist das Herz von Florenz. Von außen beeindruckt sie mit Marmor in Weiß, Grün und Rot, doch der eigentliche Stolz der Stadt ist Brunelleschis Kuppel.

Als sie im 15. Jahrhundert vollendet wurde, war sie die größte der Welt – und blieb es fast 400 Jahre lang. Brunelleschi gilt zugleich als Erfinder der Perspektive in der Kunst und Architektur; sein Meisterwerk steht bis heute für den Beginn der Renaissance.

Wer eine gute Kondition hat, kann die Kuppel besteigen. Über 600 Stufen führen über immer enger werdende Gänge nach oben – aber die Aussicht über die Stadt ist einzigartig.

Ein besonderes Highlight: auf dem Weg nach oben läuft man über eine schmale Terrasse rund um die Basis der Kuppel, sodass die Malereien von Giorgio Vasari zum Greifen nah sind. Die Fresken, die Szenen aus Paradies und Hölle zeigen, sind von hier noch viel beeindruckender als vom Boden aus.

Tickets für die Kuppel müssen Wochen im Voraus reserviert werden, während der Eintritt in den Dom frei ist (allerdings immer mit Warteschlange).

Wer es eilig hat, kann auch das relativ günstige Skip-the-Line-Ticket für den Dom kaufen, was wir auch empfehlen. Den Dom von Florenz von innen zu sehen, ist eine Erfahrung, die wir jedem ans Herz legen können.

Insider Tipp: Die Gassen zwischen Dom und Piazza della Signoria werden von Besuchern oft übersehen. Dabei sind sie voller kleiner Handwerksläden und Trattorias. Wenn du vom Dom Richtung Piazza della Signoria läufst, dann unbedingt hier entlang!

Piazza della Signoria – das politische Herz und Freilichtmuseum von Florenz

Blick auf Piazza della Signoria bei Nacht in Florenz mit Palazzo Vecchio

Die Piazza della Signoria war über Jahrhunderte das politische Zentrum von Florenz.

Hier tagte die Republik, hier wurden Verschwörer hingerichtet und hier verkündeten die Medici dem florentinischen Volk ihre Errungenschaften.

Schon gewusst? Mitten auf der Piazza della Signoria, unweit des Neptunbrunnens, markiert ein unscheinbares Pflasterkreuz den Ort, an dem der Bußprediger Girolamo Savonarola im Jahr 1498 hingerichtet und verbrannt wurde. Der Dominikanermönch hatte Florenz nach dem Sturz der Medici für kurze Zeit zur „göttlichen Republik“ erklärt – bis ihn seine moralischen und politischen Radikalismen selbst das Leben kosteten.

Die Loggia dei Lanzi mit ihren Statuen – darunter Cellinis Perseus und Giambolognas Herkules – wirkt wie ein offenes Museum.

Die berühmte David-Statue stand ursprünglich vor dem Palazzo Vecchio, wo heute eine Kopie an ihre Bedeutung erinnert: ein Symbol des freien Florentiner Geistes.

Abends, wenn die Lichter angehen und die Menge kleiner wird, ist die Piazza della Signoria besonders beeindruckend.

Insider-Tipp: Gleich nebenan liegt der Gucci Garden, das neu eröffnete Museum des weltbekannten Florentiner Modehauses.

Palazzo Vecchio –das Zentrum der Macht im Florenz der Renaissance

Blick nach oben aus Innenhof des Palazzo Vecchio in Florenz

Blick von weitem auf den Turm vom Palazzo Vecchio in Florenz bei Sonnenuntergang

Der Palazzo Vecchio wirkt wie eine Festung – und genau das war er auch. Im 14. Jahrhundert als Rathaus erbaut, diente er später den Medici als Residenz. Herzstück ist der monumentale Salone dei Cinquecento („Saal der Fünfhundert“) benannt nach dem „Großen Rat“ der Republik Florenz, der hier ab 1494 mit 500 Mitgliedern tagte.

Der riesige Saal ist mit Fresken ausgeschmückt, die die Triumphe der Medici verherrlichen. Bis heute wird er für feierliche Empfänge und politische Sitzungen genutzt – denn der Palazzo Vecchio ist nach wie vor das Rathaus von Florenz.

Über allem erhebt sich der Arnolfo-Turm, fast 95 Meter hoch. Seine markanten Zinnen prägen die Skyline von Florenz. Wer die 400 Stufen erklimmt, wird mit einem der schönsten Blicke auf die Stadt belohnt: von der Domkuppel bis zum Arno breitet sich Florenz zu Füßen aus.

Ticket zum Palazzo Vecchio und Aufstieg auf Arnolfo Turm

Insider Tipp: Die Kirche Orsanmichele, nur wenige Schritte entfernt, war einst Getreidespeicher – heute beherbergt sie Skulpturen der großen Florentiner Künstler.

Uffizien – Florenz Highlights für Kunstliebhaber

Innenhof der Uffizien in Florenz mit Menschen

Gemälde Geburt der Venus von Botticelli in den Uffizien in Florenz

Die Uffizien sind eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt.

Ursprünglich als Verwaltungsgebäude der Medici entworfen (daher der Name „Uffizien“, abgeleitet vom italienischen Wort „uffici“, als „Büros“) beherbergen sie heute Meisterwerke von Leonardo da Vinci, Raffael und Caravaggio.

Ein Highlight ist Botticellis „Geburt der Venus“ – ein Bild, das die Renaissance wie kein anderes verkörpert.

Faszinierend ist der Vasari-Korridor: ein nach vielen Jahren der Restaurierung kürzlich wiedereröffneter Geheimgang, der von den Uffizien quer durch die Altstadt bis zum Palazzo Pitti führt.

Unser Tipp: Wer kein Interesse an Malerei hat, sollte die Uffizien nur von Außen besichtigen. Dafür nimmt der Besuch einfach zu viel Zeit ein und womöglich werden dann andere Florenz Highlights verpasst.

Ponte Vecchio – die berühmteste Brücke und ein Symbol von Florenz

Pärchen sitzt auf Brücke mit Blick auf Ponte Vecchio in Florenz

Die Ponte Vecchio ist die älteste Brücke von Florenz, erstmals im 14. Jahrhundert errichtet.

Früher stapelten sich hier die Fleischereien und Gerbereien, deren Abfälle in den Arno fielen – bis die Medici die Metzger verbannten und an ihrer Stelle Goldschmiede ansiedelten.

Heute funkelt der hochkarätige Schmuck immer noch in den mittelalterlichen Schaufenstern, während Besucher dicht gedrängt über die Brücke ziehen. Wer den Blick hebt, sieht den Vasari-Korridor, der über den Geschäften verläuft – unscheinbar, aber voller Geschichte.

Insider Tipp: Wer echtes Florenz sucht, taucht gleich dahinter ins Viertel Oltrarno ein – das weniger touristische Florenz der Studenten und Einheimischen.

Palazzo Pitti – ein Medici-Palast voller Kunst und Geschichte

Palazzo Pitti in Florenz mit Springbrunnen

Der Palazzo Pitti ist das größte Stadtschloss von Florenz – und ein Monument der Medici-Macht.

Ursprünglich im 15. Jahrhundert für die Bankiersfamilie Pitti erbaut, übernahmen später die Medici den Palast und erweiterten ihn zu einem Zentrum politischer und künstlerischer Repräsentation.

Heute beherbergt er mehrere Museen, darunter die Palatina-Galerie mit Werken von Raffael und Tizian.

Die Dimensionen sind überwältigend – nicht nur die Fassaden, sondern auch die mit Fresken geschmückten Innenräume.

Insider Tipp: Direkt dahinter liegt die Piazza Santo Spirito – lebendig, authentisch, mit Markt jeden vierten Sonntag und der Rooftop-Bar Loggia Roof, die Florentiner besonders schätzen.

Boboli Garten – die grüne Sehenswürdigkeit Florenz’ mit Blick auf die Stadt

Springbrunnen im Boboli Garten in Florenz

Der Boboli-Garten war das Vorbild für viele europäische Schlossgärten, darunter Versailles.

Angelegt im 16. Jahrhundert, verbindet er streng geometrische Achsen mit Skulpturen, Grotten und überraschenden Ausblicken. Der Park ist sehr goß, man braucht also Zeit.

An heißen Sommertagen ist der Park mit seinen schattigen Bäumen ein wunderbarer Rückzugsort und wer die Höhen erklimmt, wird mit einer weiten Sicht über Florenz und die umliegenden Hügel belohnt.

Insider Tipp: Wer weniger Zeit hat, geht in den Giardino Bardini – kleiner, intimer, mit direkter Aussicht auf Florenz.

Cappelle Medicee – Gräber der Medici und das geheime Zimmer von Michelangelo

Die Medici-Kapellen sind das Mausoleum der mächtigsten Familie von Florenz.

In der Neuen Sakristei schuf Michelangelo Skulpturen wie „Tag“ und „Nacht“, die bis heute zu seinen eindrucksvollsten Werken zählen.

Besonders geheimnisvoll ist die „stanza segreta“, ein winziger Raum, den Michelangelo um 1530 wahrscheinlich als Versteck nutzte. Auf den Wänden hinterließ er flüchtige Zeichnungen – Studien, die an den „David“ und seine Skulpturen für die Kapellen erinnern.

Der Raum geriet in Vergessenheit und wurde erst 1975 bei Restaurierungsarbeiten zufällig entdeckt. Bis heute bleibt er nur bei besonderen Führungen zugänglich – ein Ort, der Michelangelo so unmittelbar zeigt wie kaum ein anderer.

Ticket ohne Warteschlange für die Medici Kapelle

Insider Tipp: Rund um die Kapelle lockt der Markt von San Lorenzo mit Klamotten, Schmuck und Lederwaren.

Piazza Santa Croce – lebendige Plätze und kunstvolle Basilika in Florenz

Piazza Santa Croce in Florenz mit Basilika im Hintergrund und vereinzelten Menschen auf dem Platz

Die Piazza Santa Croce ist einer der großen Plätze der Stadt – offen, weit und voller Energie.

Hier finden Märkte, Festivals und Konzerte statt, und im Dezember ein deutscher Weihnachtsmarkt.

In der Basilika liegen unter anderem Michelangelo, Galileo und Machiavelli in monumentalen Gräbern begraben. Abends, wenn die Sonne hinter den Häusern verschwindet, füllen sich die Treppen der Basilika mit dem florentinischen Ausgehvolk.

Insider Tipp: Die Piazza Santa Croce liegt entlang der Via de‘ Benci. Tagsüber ist sie eine Straße wie viele andere in Florenz, abends ist sie eine der Hotspots für das florentinische Nachtleben.

Piazza della Repubblica – vom römischen Forum zur eleganten Sehenswürdigkeit

Menschen auf der Piazza della Repubblica in Florenz mit Karussell und Bogen

Auf der Piazza della Repubblica liegt die römische Wurzel der Stadt: Hier befand sich das Forum, also das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der römischen Stadt Florentia.

Heute prägen historische Cafés, Arkaden und das nostalgische Karussell den Platz.

Für Florentiner ist er weniger historischer Schauplatz als täglicher Treffpunkt.

Insider Tipp: Gleich um die Ecke liegt das Giunti Odeon – ein historisches Kino, was in eine Buchhandlung umgebaut wurde. Kinositze und Leinwand sind geblieben, dazwischen kann man wunderbar stöbern. Das Giunti Odeon zählt zu unseren liebsten Geheimtipps von Florenz.

Via de’ Tornabuoni – flanieren zwischen italienischer Haute Couture und prächtigen Palazzi

Eingang zum Hotel Room Mate Isabella in Florenz neben Gucci Boutique

Die Via de’ Tornabuoni ist die elegante Prachtstraße von Florenz.

Zwischen Palästen der Renaissance reihen sich heute die Boutiquen von den Einheimischen Modelabels wie Gucci und Ferragamo, sowie Prada, Armani und Tiffany’s.

Doch selbst ohne tausende Euros in den Läden zu lassen, lohnt ein Spaziergang: Paläste wie der Palazzo Strozzi oder der Palazzo Ferragamo zeugen vom Reichtum alter Familien.

Wer aufmerksam hinsieht, entdeckt in den Fassaden Wappen, Inschriften und architektonische Details, die Geschichten von Macht und Konkurrenz erzählen.

Insider Tipp: Der Palazzo Strozzi ist ein Museum für interessante Wechselausstellungen. Die Strozzina im Untergeschoss ist beherbergt speziell moderne und digitale Kunst. Der Innenhof des Palastes ist frei zugänglich, oft ist hier ein Kunstwerk aus der aktuellen Ausstellung aufgestellt.

Galleria dell’Accademia – Michelangelos David und die Highlights der Renaissance

David von Michelangelo in der Galleria dell'Accademia in Florenz mit Silhouetten von Menschen

Die Accademia ist vor allem durch ein Werk weltberühmt: Michelangelos David.

Das Original übertrifft jede Erwartung – seine Größe, die perfekte Anatomie, die Symbolkraft.

Die übrige Sammlung wirkt dagegen kleiner und weniger spektakulär, mit religiösen Gemälden und Skulpturen aus der Renaissance. Wer wenig Zeit hat, sollte abwägen.

Insider Tipp: Wer nur den David sehen will, findet eine Kopie auf der Piazza della Signoria. Gleich in der Nähe lohnt ein Abstecher in die Via Ricasoli mit Antiquitäten- und Musikalienläden.

Markt San Lorenzo – Florenz Sehenswürdigkeit für Feinschmecker und Entdecker

Markt San lorenzo in Florenz mit Marktständen und Lederwaren und Köpfen von Menschen

Rund um die Basilika von San Lorenzo zieht sich ein Labyrinth aus Lederständen – touristisch, aber voller Leben.

Die eigentliche Überraschung wartet in der gleichnamigen Markthalle: unten frisches Obst, Gemüse und Käse, oben eine moderne Foodhall mit Spezialitäten aus ganz Italien.

Hier trifft sich die Stadt zum Mittagessen, vom schnellen Panino bis zur hausgemachten Pasta mit Kochvorführungen und typisch italienischen Delikatessen.

Piazzale Michelangelo – die schönste Aussicht auf Highlights von Florenz

Der Piazzale Michelangelo ist der bekannteste Aussichtspunkt von Florenz – vor allem bei Sonnenuntergang, wenn sich die Stadt in goldenes Licht taucht. Dann wird Musik gespielt, ein Aperitivo getrunken und dem Spektakel beigewohnt.

Nur wenige gehen aber die paar Schritte weiter zur Kirche San Miniato al Monte. Die romanische Fassade, das glitzernde Mosaik im Inneren und der Blick von oben machen diesen Ort zu einem der spirituellsten und eindrucksvollsten Aussichtspunkte in Florenz.

Insider Tipp: Auf dem Piazzale gibt es abends immer Unterhaltung – auch von Trickbetrügern. Die Hütchenspiele mit 50-Euro-Scheinen wirken sehr einladend, aber man wird garantiert ausgetrickst.

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